Das Reich, die Kraft und die Herrlichkeit
Zwangsneurose stiehlt Lebensglück
Betrachtet man den heutigen Menschen in seinem Verhalten, so braucht es keine spezielle Antlitzdiagnostik, um zu erkennen woran die Menschen leiden.
Den gelassenen vitalen Schwung zu leben und zu arbeiten, fällt schwer. Der Mensch muss ständig die Zähne zusammen beißen, was den Dentisten freut.
Der offensichtlich psychisch überfrachtete Mensch ist genötigt, sich fortwährend zu disziplinieren, weil er den Verlust der Lebensfreude durch Willensakte ersetzen muss. Die aufgezwungene Einschätzung, das Leben sei nur mit harter Disziplin zu leisten, ist eine Auffassung von frustrierten Menschen. Sie können nur, was sie müssen und sind nur fähig, wozu man sie presst, weil ihre Spontanität in ihnen verhindert und der wirtschaftlichen Effizienz geopfert wurde. Dennoch werden viel Zeit und viele Emotionen aufgewendet, um das zwanghafte Diktat der industriellen, staatlich dominierten Gesellschaft, die ein wahrhaftiges Lebensglück ausschließt, anzuprangern.
Jedes Journal offeriert ein Eckchen für zornige Bürgerproteste, welches lebhaft genutzt wird. Geradezu niedlich.
Die Bildungsschichten schwanken in ihren Beurteilungen zwischen Wahrhaftigkeit, Eitelkeit und Verdummung. Die Pamphlete gegen alle Einrichtungen und Verhaltensweisen menschlicher Existenz verdeutlichen eine Gegensätzlichkeit, die auch getrost als eine pandemisch sich auswirkende Schizophrenie bezeichnet werden kann. Denn aller seltsamer Aufrichtigkeiten entgegen, werden alle schädigenden Verhaltensweisen und Produkte, wie Klonochsen, Pharmaschweine, sedierte Massenstallvögel und die so sehr geliebten „lebensnotwendigen“ technischen Errungenschaften, die nachweislich Körper und Geist schädigen, ohne Bedenken alle Tage, Wochen, Monate, Jahre, Jahrzehnte konsumiert.
Diese ambivalente, zynische, aggressive, ironische, aktuelle Wirklichkeit ist eine immer gefährlicher werdende Tatsache, die keinen grundwertigen Anspruch hat, eine ethische, humanistische Lebensform zu verkörpern.
Der uneingestandene Unmut potenziert sich und das angeborene Aggressionspotenzial steigt. Es verdeutlicht ein folgenschweres Zwangsverhalten, welches wir einem märkischen Bischof namens Johannes Amos Comenius zu verdanken haben, einem selbstberufenem Polyhistor und Pädagogen, der uns die staatliche Bildung bescherte. Der so zwangsfrustrierte Mensch, der sich immer mehr zu zügeln hat, kann sich in dieser Situation nur in aggressiver Weise disziplinieren. Er gewinnt halbwegs innere Ruhe, indem er ohne aus der Rolle zu fallen, unausgesetzt, fein verteilt, den Überdruck mit essigsaurem Gift an andere absondert.
Aufrichtige, ohne Falsch vorgetragene offene Kritik ist in einem industriellen Bildungsmoloch undienlich. Hier herauszufallen, bedeutet noch mehr Verdruss und Ärger. Eine landesweit erfolgreiche Protestaktion ist nicht zu erwarten. Es wäre die tragische Rolle des Narren auf eigene Faust, des Aufsässigen in eigener Sache, des Querulanten, dem sodann jede Solidarität entzogen würde. Der Revoluzzer in eigener Mission: er rennt mit entblößtem Geschlechtsteil durch die Bahnhofshalle mit dem plakatierten Hinweis, dass die Gattung Mensch weltweit inoperabel erkrankt ist. Dieser Hinweis fruchtet sicher nicht bei moralisch Verbogenen. Es hilft fast nichts, den Zwangsgelehrten und Sittenwächtern Toleranz zu predigen und den Neugierigen Zurückhaltung.
Wer unter Zwang und Unfreiheit leidet, kann trotz allem etwas dagegen tun. Er kann z.B. tabuisierte Verhaltensweisen für sich in Anspruch nehmen und seine Umwelt dazu bringen, dass sie sich daran gewöhnt; zu billigen braucht sie es ja nicht, wie er lebt. Es bedarf dazu nur Mut zur Blamage und der Bereitschaft, Zurückweisung in Kauf zu nehmen.
Dennoch, es lohnt die Mühe nicht. Aufrichtige und mutige Mitstreiter würden schwerlich zu finden sein. Denn der tiefere Grund für die Weigerung, die unglaublichen schizophrenen politischen, gesellschaftlichen Verhältnisse zu verändern, dürfte wohl daran liegen, dass wir die Übel, die wir haben, lieber ertragen, als für unbekannte Verbesserungen, die in weiter Ferne liegen, einzustehen.
Es schrecken auch Diskriminierungen und soziale Verluste, die zu erwarten wären. Die Weigerung dürfte wohl auch darin liegen, dass die Menschen ganz einfach dem möglich besseren Leben misstrauen. Letztlich haftet dem „Guten“ auch irgendwie etwas langweiliges an, ähnlich wie den Putten und barocken Engeln, „eben unspektakulär“.
Das Böse dagegen ist offenbar produktiv und zerstörerisch und kann wieder aufbauen. Man genießt sodann wollüstig den nachlassenden Schmerz, wenn die Unterdrückung ihr Ende findet und die Freiheit winkt.
Und diese gegenwärtige Freiheit kultiviert einen infantilen Volkscharakter, welche eine vitale Unsicherheit und Verquältheit schafft, die nach Überkompensierung und vielfältiger Ersatzlust schreit: sie finden Verantwortlichkeit lästig und langweilig. Was interessiert, sind Extreme, Sensationen und die Gier nach immer neuen Abwechselungen, um sich geistig und körperlich zu vermüllen.
Hier erhält sich ein System, worin ein jeder neurotisiert wird und sich destruktiv unter Aufsicht austoben darf.
Den Menschen in seinen natürlichen Bedürfnissen und Empfindungen zu verbiegen, ist das Ziel aller staatlicher Manipulationen. So eine verquaste Gesellschaftsform potenziert Aggressionen, die so natürlich erscheinen, dass sie schon einem Bedürfnis entsprechen und auf Feinde und Widersacher hin orientiert werden. So erklärt sich auch die Popularität einer Psychologie, die das wohlige Gefühl vermittelt, bei aller Aggressivität doch normal zu sein in dem verborgenen Bewusstsein notwendiger Selbstbehauptung.
In so einer geformten Gesellschaft erhält die verheißungsvolle Individualpsychologie einen zugewiesenen Rahmen, in dem sie für den Einzelnen nichts wirklich befreiendes bewirken kann. Sie darf den Menschen, der ihr anvertraut ist, nicht so gesund machen, dass er in einer aggressiven Ellenbogengesellschaft lebensuntüchtig wird und daraufhin wieder erkrankt. Die Pharmaindustrie, die den päpstlichen Segen und den totalen Zugriff auf die Menschenmassen hat, gewährleistet konsequent diesen Zustand.
Hier verdeutlicht sich ein Moloch, der ein gesundes, glückliches Leben ausschließt. Sie kreieren eine bedauerliche Menschenmöglichkeit, die nie gesundet und sich der manipulierten Lebenstortour ohne Widerspruch hingibt.
“Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf. Wer sie aber kennt, und sie eine Lüge nennt ist ein Verbrecher”. (B.Brecht – Galileo Galilei)
Werner Lojewski

Ich habe heute nach einiger zeit mal wieder herrkules angeklickt. tatsächlich ein neuer artikel! interessante worte wie antlitzdiagnostik, mich irritierende worte wie massenstallvögel und jede menge fremdwörter sprudeln mir geschwätzig entgegen, wie in fast allen artikeln.
man merkt, ja, hier schreibt ein intelektueller. für intelektuelle. in intelektuellensprache, einem dialekt der herrschaftssprache. eben ein typischer herrkulesartikel. naja, euren herkules wird es freuen, denn er ist ja auch ein typischer kopfmensch, wie man an seinem weit von der erde entferntem lüpertzschem abbild sehen kann. das ist aber nicht mein herkules.
mein herkules heißt mit bürgerlichem namen steve reeves. er bewegt sich auf dem boden und spricht, in kurzen, verständlichen und, zugegebenermaßen, manchmal pathetischen sätzen. mit ihm kann man auch über “ficken, saufen, cha-cha-cha” reden und nicht nur reden. er hat zwei gesunde, starke, sehr starke arme, mit denen er bei bedarf auch mal einen tempel oder palast einreißt. er weiß, daß er als bastard (papa ein gott, mama ein mensch) ein aussenseiter ist und hat damit zu kämpfen, seinen platz zu finden. der andere sieht sieht ziemlich unbeweglich und und nach inzucht aus. auch kein einfaches los.
Langer rede kurzer sinn: ich hab eben mein lesezeichen für das herrkules magazin gelöscht und werde nur noch alle paar monate vorbei schauen, wenn ich es nicht vergesse. jetzt werde ich mal sehen, ob ich mir irgendwo “herkules und die königin der amazonen” runterladen kann.
dies ist keine spezielle kritik an dem neuen artikel, aber da ich keine allgemeine kommentarfunktion gefunden habe, steht es halt hier.
grüße,klaus
Klaus!
Die Reaktion, sich zu verabschieden, weils “zu intellektuell” sei, ist nicht ungewöhnlich und auch nicht besonders originell. Sie ist höchstens besonders konsequent. Weshalb jemand Intellektualität ablehnt, ob nun, weil es ihm zuviel Mühe macht, den Gedanken, Bildern, Wendungen zu folgen, oder ob er Intellektualität also solche ablehnt, etwa, weil ihm zuwenig übers “Ficken” darin vorkommt, derjenige will eigentlich sagen “ist mir zu dumm, ich gehe!”. Er machts stets so demonstrativ und so radikal wie möglich, besonders gegen intellektuelle Ansprüche, die nämlich ein bisschen sachbezogene, argumentative, konstruktive, gerne auch hemdsärmelige Kritik, Tacheles oder mindestens etwas Satire verlangen, ehe einer einen Gedanken verdammt, nur weil er durch einen Intellekt ging und nicht erst mit dem Intellektualitätsgegner an der Hand durch die Ritze (als Rechtfertigung, indem er ihm beweist, dass er auch da zu Hause ist). Ohne das ist eine solche Reaktion eine Denunziation. Ein Aufsatz wird als “intellektuell” in einem offenbar schlechten, verwerflichen Sinne kommentatorisch einer Leserschaft “gemeldet”, ja, ein ganzes Magazin gleich mit! Undenkbar, dass die Leute hinter einem solchen Magazin vielleicht ihre eigene Ansicht haben, aber bei allen Zweifeln und Selbstzweifeln doch keine Zensur anwenden, weil etwas “intellektuell” oder gar “intellektualistisch” ist. Wo leben wir, wer ist man denn?! Seien wir doch froh, dass einer sich überhaupt noch einen Gedanken macht und die Chose nicht laufen lässt, dass einer es nicht bei “Alles Scheiße” oder “Alle blöd” oder “Sowieso alle verdorben” usw. bewenden lässt. Es gibt neben Klugscheißern auch eine Menge Dummscheißer, das ist viel zu wenig bekannt. In diesem speziellen Fall ist die Reaktion eines demonstrativen “Verlassens des Saales” eine besonders blödsinnige, weil der betreffende Artikel tatsächlich schamlos offen intellektualistisch ist und sogar sein will und keinerlei Hehl aus sich macht, für jeden auf den ersten Blick deutlich ersichtlich, also nicht erst denunziert werden musste. Wem meint er den Fall trotzdem melden zu müssen? Dem, den er für einen intellektuell gefährdeten Trottel hält? Damit es bloß und besonders dieser nicht lesen möge, um sich was nicht zu holen? Einen harten Hirn-Schanker? Warnung und Aufklärung also? Vorführung, wie man sich bei akutem Intellektualismus verhält? Kusch, Goliath!
@Klaus
herrkules=Sprachrohr der Herrschenden?
Herkules=Held der Unterdrückten?
Meine Erfahrung: die Herkulanten fackeln sich in der Regel eher ihre eigenen Lebensgrundlagen ab, statt sie unterdrückende Strukturen zu Asche werden zu lassen. Bis zu den Autos, Villen, Konten, Restaurants, Geschäften der “Intellektuellen” kommen die gar nicht. Erfordert zu viel temporären Triebverzicht. Deshalb nehmen sie lieber das Auto, die Wohnung des Nachbarn, den Tante Emma Laden nebenan usw. Instant-Lust statt Mühen der Ebenen Frust. Kann ich gut nachvollziehen. Bin auch ständig hungrig. Bleibe aber ab und an dann doch lieber Asket. Triebverzichtler (Intellektueller? Huch!!?) zu Gunsten des Guten, Schönen, Wahren?
@Werner Lojewski
Dein Text bleibt irgendwo eingeklemmt zwischen Ökofaschismus, eklektizistischen Morallehren, Resignation und Revoluzzertum. Das mag ich. Alles andere wäre (fast) schon wieder abgeschlossenes Weltbild und Ideologie. Trotzdem: warum sollte ich nun Triebverzicht üben – fressen, saufen, vögeln – wenn auf mich weder Fegefeuer noch Paradies warten?
Die oben ausposaunte Intellektuellenfeindlichkeit ist leider nicht ungewöhnlich in Gelsenkirchen und Umgebung (und nicht nur da). Dieser “Klassismus von unten” begegnet mir im Pott mit schöner Regelmäßigkeit: “Die da oben, die nutzlosen Eierköppe!”. Alles was den eigenen Horizont erweitern könnte ist suspekt und wird verhöhnt.
Die verwendete Phrase vom “Dialekt der Herrschaftssprache” erinnert mich fatal an bolschewistische Ergüsse: bei der proletarischen Umgestaltung der Gesellschaft ist die versnobte Intelligenzija doch nur im Weg! An die Wand stellen!
Nebenbei: Werner Lojewski ist ein 100%iger Autodidakt und völlig befreit von systemkonformer Zertifikatsgläubigkeit. Standesdünkel ist da eher weniger zu erwarten.
Übrigens: Die Arme des ehemaligen “Körpermenschen” Steve Reeves dürften inzwischen nicht mehr ganz so gesund und stark sein; für “ficken, saufen, cha-cha-cha” wär´s im Sarg eh ein bisschen eng…
steve reeves ist tot? das trifft mich jetzt vollkommen unvorbereitet, denn als ich mir gestern “herkules, der schrecken der hunnen” angesehen habe (“herkules und die königin der amazonen” war nicht zu kriegen), da sah er doch noch ganz fit aus.
Nostalgischer Filmhinweis:
“Der Springteufel” mit Dieter Hallervorden
Von Tauben und Denkmälern
Zeichnung: Uli Queste Animation: Baumschüler
besuche ich internetseiten häufiger, den herrkules z.b. fast täglich, setze dafür ein lesezeichen. wenn ich nun auf das lesezeichen dieses magazins klicke, dann ist da meistens kein neuer artikel, denn die in der rubrik “über uns” angekündigte option der entschleunigung wird in bezug auf die frequenz der veröffentlichungen voll ausgereizt.
Am samstag gab es einen neuen artikel und frustration bei mir, denn auf grund der verwendeten sprache bewegte und erbaute mich auch dieser aufsatz nicht menschlich. ich erwägte also einen kommentar zu schreiben, verwarf diese idee aber wieder, da der artikel ja nur anlass aber nicht grund meiner frustration war. um meiner frustration luft zu schaffen entschied ich mich dazu, heinz eine e-mail zu schreiben, in der ich meiner kritik, überspitzt und bewußt bildungsfern, freien lauf ließ. danach begab ich mich ins wochenende.
am sehr späten sonntag, noch angeschlagen von (no)sex&drugs(bier)&rock’n'roll, checkte ich meine mails und fand die nachricht von heinz, daß er meinen erguß als kommentar eingestellt hatte. anlass hierzu war wohl mein hinweis auf die fehlende allgemeine kommentarfunktion. diesen kann man so interpretieren,vielleicht mein fehler, meine absicht war es aber nicht. ich klickte also auf mein lesezeichen (das mit dem löschen war gelogen) und fand meine mail, ohne die ansprache “hallo Heinz!” und mit dem letzen halbsatz, der von ” geht es mal als e-mail an dich” in “steht es halt hier” verändert wurde, als kommentar. und natürliche wirkte er wie die redensartliche kacke auf dem sofakissen.
verwundert und amüsiert stellte ich fest, wie zwei leser auf diesen armen bildungsfernen und anscheinend auch bildungsfeinlichen verfasser des kommentars einprügelten. hätte er nicht eher mitleid und hilfe verdient, zeigt doch w. lojewski in seinem aufsatz wie unser fehlerhaftes gesellschaftssystem solche menschen wie ihn produziert. dann ließ ich diesen dummen menschen, der über das wenige, was er verstand verwundert war, noch auf den kommentar von mutkunst antworten.
in einer mail an heinz stellte ich dann das missverständnis mit der veröffentlichung klar, bat ihn aber an den kommentaren nichts zu verändern oder richtig zustellen, da ich finde die herkulesfamilie, die im magazin an andere stelle erwähnt wird, hat diesen peinlichen assi-onkel (herkules reeves)verdient. aus heinzens antwort zitiere ich mal unautorisiert (kleine revanche)
“Aber zum Text – ich halte und hielt deine Hinweise für zu wichtig, um sie nur unter uns zu behalten. Übrigens hat das zu erhöhten Klickzahlen geführt, weil die Leute / Leser immer gerne auf die Sensation hoffen – in diesem Falle einen deftigen Streit und dass jemand es den arroganten Langweilern mal sagt.
“….. ;
“In diesem Sinne würde ich vorschlagen, dass du diesen Text so umformulierst, dass er einer für die Öffentlichkeit wird … und ab damit unter die Kommentare“.
und dazu komme ich jetzt, wobei ich so intellektuellenkompatibel(grins) wie möglich schreibe.
“über uns” kündigt herrkules als “feuilletonistisches Magazin” an. wikipedia beschreibt das feuilleton so:
> Das Feuilleton als journalistische Darstellungsform schildert „in betont persönlicher Weise die Kleinigkeiten und Nebensächlichkeiten des Lebens und versucht, ihnen eine menschlich bewegende, erbauende Seite abzugewinnen.
ich wünsche mir eine höhere veröffentlichungsfrequenz und ich wünsche mir mehr feuilleton und etwas mehr sinnlichkeit, wie sie hier im magazin leider nur in den beiden artikeln über nahrungsaufnahme vorkommt und ich habe euch alle lieb.
Klaus
@Klaus
ich habe dich seit unserem gemeinsamen Kinobesuch um 1973 rum (Uhrwerk Orange) lieb und werde dir weder widersprechen, wenn du mehr Qualität einforderst, noch sagen, dass die Schlagzahl der Artikel zufriedenstellend wäre.
Ebenso werde ich nicht die miese Umarmungsstrategie fahren und erwähnen, dass du ein exzellenter Schreiber bist, der die Forderungen selber erfüllen könnte, wenn er nur wollte.
Überlegenswert fände ich aber schon, warum das Feuilleton-Angebot von Herrkules z.B. im Bereich Politik (Bücher von Hans Frey / Dr. Reckert) nur passiv angenommen wird. Hier gibt es Steilvorlagen, die definitiv nicht deshalb ins leere gehen, weil es zu intellektualistisch wäre.
Es gibt schlicht und einfach in GE weder emotionalen noch intellektuellen Bedarf, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Die Menschen haben tatsächlich andere Probleme (Sex & Drugs & Rock n Roll, Karriere, Überleben, die Leere in sich, etc.)
Sollen aus Quoten-(Klickzahl) Gründen sperrige Texte oder Themen deshalb wegfallen?
Dein Hinweis, näher an die Menschen zu kommen, wurde / wird aber sicher von allen Autoren verstanden. Es wird trotzdem bei Zielgruppenkonflikten bleiben.
@ Klaus
Hier wird auf niemanden “eingeprügelt”, das war ein anderes Forum. Hier gibts lediglich dialektische Dissonanz oder dissonante Dialektik, ganz wie es dem Kopfmenschen Herrn Kules gefällt. ;o)